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Peter Weiss Jahrbuch Band 32. 2023

Peter Weiss-Jahrbuch 32Herausgegeben von Arnd Beise und Lothar van Laak. Bielefeld: Aisthesis 2025. Kartoniert, 227 Seiten, 36 Euro. ISBN/EAN: ISBN 978-3-8498-2109-8. Auch als E-Book erhältlich: ISBN 978-3-8498-2110-4. Erscheinungsdatum: vorauss. Okt. 2025

Das zweiunddreißigste Peter Weiss Jahrbuch wird eröffnet durch die Dokumentation zu einer Notiz von Peter Weiss aus dem Jahr 1950, in der er die prägenden Texte seiner schriftstellerischen Anfänge in Schweden benennt (Rimbaud, Breton, Ekelöf, Lundkvist, Miller, Jacob, Michaux).

Sharon Dodua Otoo, von der Jury für den Peter-Weiss-Preis 2023 ausgewählt, kommt mit dem Text »Härtere Tage« zu Wort, in dem die eigene Herkunft im Zusammenhang mit dem Gewinn des Ingeborg-Bachmann-Preis bei den Klagenfurter Tagen der Literatur 2016 reflektiert wird.

Schwerpunktthema des Bandes ist die ›Nachkriegsliteratur‹. Johannes Vogel erinnert an die kurz nach dem Zweiten Weltkrieg entstandenen Berichte ehemaliger Häftlinge des NS-Regimes. Dennis Disselhoff stellt dar, wie Wolfgang Koeppen in Tod in Rom die sogenannte Entnazifizierung erzählt. Sanna Schulte thematisiert den Umgang mit dem Phänomen ›Zeit‹ bei Ingeborg Bachmann und Marie Luise Kaschnitz (1935). Marina Lerf untersucht Geschlechterrollen und dem Umgang mit der ›Heimat‹ in Hilde Domins Roman Das zweite Paradies. Matthias Berning schlägt vor, auch Ursula Krechels Roman Landgericht noch zur Nachkriegsliteratur zu zählen.

Andreas Girbig und Michael Hofmann problematisieren die unterschiedlichen Erinnerungsdiskurse, die Shoa betreffend, insbesondere bei Jean Améry, Jorge Semprún und Peter Weiss. 

Abschließend besprechen Pino Dietiker, Klaus Wannemacher, Michael Heidgen und Julia Sommer wissenschaftliche Neuerscheinungen zum »Störfall« Peter Weiss, zum Dokumentardrama und zu Erzählungen über den Nationalsozialismus sowie das Romandebüt »Die Dinge beim Namen« von Rebekka Salm.

Peter Weiss Jahrbuch Band 31. 2022

Peter Weiss-Jahrbuch 31Herausgegeben von Arnd Beise und Michael Hofmann. Bielefeld: Aisthesis 2024. Kartoniert, 192 Seiten, 36 Euro. [ISBN/EAN: ISBN 978-3-8498-2058-9] Erscheinungsdatum: Herbst 2024

Das einunddreißigste Peter Weiss Jahrbuch wird eröffnet durch die Übersetzung des letzten bisher noch nicht auf Deutsch vorliegenden Texts, den Peter Weiss als schwedischer Autor für eine Zeitschrift druckfertig machte: Aus Notizen eines Musikers. Damit ist das schwedischsprachige literarische Œuvre vollständig in deutscher Übersetzung greifbar.

 Der Schwerpunkt des Jahrbuchs liegt auf dem Thema „Exil“. Katja Kauer untersucht den Roman Cahuchu. Strom der Tränen (1943) der erfolgreichen Exilschriftstellerin Vicki Baum. Alexandra Juster präsentiert Erich Maria Remarques Romane Arc de Triomphe (1946) und Die Nacht von Lissabon (1962). Aida Alagić Bandov befragt Peter Weiss’ exilbedingte Selbststilisierung als ortloser Kosmopolit. Isabelle Leitloff analysiert die zwischen Fakt und Fiktion changierenden Romane Das Erbe der Rosenthals (2016) und Die verlorene Tochter (2019) des Exil-Kubaners Armando Lucas Correa. Arnd Beise erinnert an den Roman Herzgegend (2010) von Corinna Schnabel über die deutsch-jüdische Emigration in England nach dem Zweiten Weltkrieg.

Der Peter-Weiss-Preis 2021 wurde in der Sparte „Film“ Ute Adam­czewski zugesprochen und 2022 überreicht. Das Jahrbuch dokumentiert Ellen Blumensteins Laudatio und den Dank der Filmemacherin.

Rezensionen von Ines Böker, Anna Dąbrowska, Rainer Gerlach, Michael Hofmann, Kilian Schindler, Sanna Schulte, Swen Schulte Eickholt und Julia Sommer über Publikationen von Walter Boehlich bzw. zu Joseph Conrad, Peter Weiss, W. G. Sebald und Günter Fuchs, zur Darstellung von Gewalt, zum Europa-Diskurs der Gegenwartsliteratur und zu einer Poetik der Verschiedenheit sowie der aktuellen Romane von Emine Sevgi Özdamar und Martina Clavadetscher beschließen den Band.

Peter Weiss Jahrbuch Band 30. 2021

PW-Jahrbuch 29Herausgegeben von Arnd Beise und Michael Hofmann. Bielefeld: Aisthesis 2023. Kartoniert, 263 Seiten, 36 Euro. [ISBN/EAN: 978-3-8498-1928-6] Erscheinungsdatum: Sommer 2023

Das dreißigste Peter Weiss Jahrbuch wird eröffnet durch eine Reihe von Beiträgen, die zeitgenössische Reaktionen auf die um 1960 wiederholt konstatierte ›Krise des Romans‹ bzw. ›Krise des Erzählens‹ reflektieren. Behandelt werden hier Autorinnen und Autoren wie Ilse Aichinger, Hubert Fichte, Günter Grass, Peter Handke, Arno Schmidt und Peter Weiss.

 Weitere Aufsätze gelten der Thematisierung des Nationalsozialismus bei Christian Geissler und Paul Schallück, der Schiffbruchmetapher bei Peter Weiss, der Ästhetik des Theater-Kollektivs Rimini Protokoll sowie einem Rückblick auf die (kunst-)politischen Debatten, die in der Zwischenkriegszeit vor allem in der Wiener Zeitschrift Kunst und Volk geführt wurden.

Anschließend werden ein Zeugnis der Peter Weiss-Rezeption aus Taiwan vorgestellt und Forschungsbeiträge zu Peter Weiss, Paul Celan, zur politischen Gegenwartsliteratur, zu Flucht und Vertreibung in der Nachkriegsliteratur, zur Darstellung des Kriegs nach 2011 und zum ›Ereignis‹ als narratologisches Konzept rezensiert sowie das neue Handbuch zu Postkolonialismus und Literatur besprochen.

Ein Register aller Beiträge der Peter Weiss Jahrbücher 21 bis 30 (2012 bis 2021) beschließt den Band.

Mit Beiträgen von Lena Abraham, Nicholas Beckmann, Arnd Beise, Livia Rebecca Bogenstätter, Ines Böker, Anna Dąbrowska, Franz-Josef Deiters, Thilo Diefenbach, Stephan Feldhaus, Lukas Hermann, Ivana Perica, Rüdiger Sareika, Friederike Schneider, Sanna Schulte, Swen Schulte Eickholt, Jochen Vogt, Katrin Wellnitz.

Peter Weiss Jahrbuch Band 29. 2020

PW-Jahrbuch 29Herausgegeben von Arnd Beise und Michael Hofmann in Verbindung mit der IPWG. Begründet von Martin Rector und Jochen Vogt. St. Ingbert: Röhrig Universitätsverlag 2020. Festeinband, 245 Seiten, 34 Euro. [ISBN/EAN: 978-3-86110-760-6] Erscheinungsdatum: Dezember 2020

Das neunundzwanzigste Peter Weiss Jahrbuch publiziert erstmals zwei Fotostrecken des renommierten Fotografen Maurizio Buscarino aus den 1980er Jahren, in denen ephemere Theater-Ereignisse in bleibende Bildkunst übersetzt wurden. Ingo Breuer kommentiert und stellt Ereignis und Dokumentation vor. Die Aufsätze gelten dem Schwerpunkt „Neue Weltliteratur und Übersetzung“.

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Peter Weiss Jahrbuch Band 28. 2019

PW-Jahrbuch 28Herausgegeben von Arnd Beise und Michael Hofmann in Verbindung mit der IPWG. Begründet von Martin Rector und Jochen Vogt. St. Ingbert: Röhrig Universitätsverlag 2020. Festeinband, 251 Seiten, 34 Euro. [ISBN 978-3-86110-748-4] Erscheinungsdatum: Mai 2020

Das achtundzwanzigste „Peter Weiss Jahrbuch“ wird eröffnet durch den kommentierten Beitrag von Peter Weiss während einer Konferenz zum politischen Theater Erwin Piscators 1971. Anschließend stellen Franz-Josef Deiters, Johanna-Charlotte Horst und Moritz Bensch mediologische bzw. dramaturgische Überlegungen zum Dokumentarischen Theater von Heinar Kipphardt und Peter Weiss sowie zu den Stücken „Marat/Sade“ (1964/65) und „Hölderlin“ (1971/73) an.

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