Kroesinger inszeniert „Die Ermittlung 2020“ an der Volksbühne Berlin

An der Volksbühne Berlin unter Intendant Klaus Dörr werden in der kommenden Saison unter anderem Kay Voges („Right Here – Right Now“), Claudia Bauer („Germania“ nach Heiner Müller), David Marton („Howl“ nach Allen Ginsberg), Stefan Pucher („Legende“ nach Ronald M. Schernikau) sowie Hans-Werner Kroesinger inszenieren („Die Ermittlung 2020“ von Peter Weiss).

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Medienberichte

Peter Weiss und das Kino

Sonntag, 23. Februar 2020, 14.00 Uhr
Stadtkino im Künstlerhaus, I., Akademiestr. 13, Wien

Verfilmung: Abschied von den Eltern
Nach der gleichnamigen Erzählung von Peter Weiss.
Regie: Astrid Johanna Ofner

anschließend Gespräch Über das Biografische
Astrid Johanna Ofner, Peter Henisch
Katja Gasser, Moderation

Astrid Johanna Ofner, *1968 in Linz, Filmstudium in Paris, Wien und Berlin. Jüngste Filme: Sag es mir Dienstag (26 Min, 2007); Die Strände (10 Min, 2019).
Peter Henisch, *1943 in Wien, Schriftsteller und Musiker. Gedichtbände, Erzählungen, Essays, Hörspiele, Filmdrehbücher, Liedtexte; jüngste Bücher: Suchbild mit Katze. Roman (2016); Siebeneinhalb Leben. Roman (2018); Das ist mein Fenster. Fast alle Gedichte und Songs (2018).
Katja Gasser, siehe 10.2.

ab 16.00 Uhr: Autorenfilm: Peter Weiss. Filme
Programm auf www.stadtkinowien.at

Montag, 24. Februar 2020, 19.00 Uhr
Alte Schmiede, I., Schönlaterngasse 9, Wien

Peter Weiss: Nachleben
Gespräch: Kathrin Röggla, Birgit Müller-Wieland
Günther Stocker, Moderation

Peter Weiss’ Abschied von den Eltern (1961), diese Begehung sowohl der eigenen Familiengeschichte als auch des zeitgenössischen konservativen Bürgertums, inspiriert auch über fünfzig Jahre nach seiner Veröffentlichung KünstlerInnen zur Auseinandersetzung – so adaptierte Astrid Johanna Ofner Weiss’ Erzählung filmisch (2017) – siehe 23.2., Stadtkino. Anlass, nach der Weiss-Rezeption auch unter zeitgenössischen AutorInnen zu fragen: Von Weiss’ avantgardistischer Prosa (Im Schatten des Körpers des Kutschers) über die politischen Dramen (Viet Nam Diskurs, Die Ermittlung, Marat/Sade) bis zur Begehung des Widerstands der Arbeiterbewegung gegen den Faschismus (Die Ästhetik des Widerstands) – welche dieser thematisch und ästhetisch facettenreichen Arbeiten dienen heute als Bezugspunkte für schriftstellerische Arbeit?

Kathrin Röggla, *1971 in Salzburg, österreichische Schriftstellerin, die Prosa, Hörspiele und Theatertexte schreibt
Birgit Müller-Wieland, *1962 in Schwanenstadt, Autorin von Romanen, Erzählungen, Gedichten, Hörspielen, Libretti; u.a. Reinhard-Priessnitz-Preis 2002; jüngst der für den Deutschen Buchpreis nominierte Roman Flugschnee (2017). Promovierte mit einer Arbeit über Peter Weiss.
Günther Stocker, *1966 in Salzburg, seit 2011 Professor am Institut für Germanistik der Universität Wien. Zuletzt publiziert: Diskurse des Kalten Krieges. Eine andere österreichische Nachkriegsliteratur (mit Stefan Maurer und Doris Neumann-Rieser, 2017).

Veranstaltungen zum Holocaustgedenktag 2020

Im Januar 2020 wurden anlässlich des Holocaustgedenktags bei mehreren Veranstaltungen in deutschen Städten Ausschnitte aus Peter Weiss' Auschwitz-Oratorium "Die Ermittlung" vorgetragen, darunter in Celle und Mannheim. 

Medienberichte

„Hölderlin“ an der Württembergischen Landesbühne Esslingen

Im einhundertsten Jahr ihres Bestehens wird an der Württembergischen Landesbühne Esslingen Peter Weiss’ Stück „Hölderlin“, das 1971 am Stuttgarter Staatstheater uraufgeführt wurde, inszeniert. Bei der Vorstellung des Programms für die Spielzeit 2019/2020 erläuterte Ko-Intendant Friedrich Schirmer im Mai 2019, Weiss’ Stück stelle „die Frage nach der Verantwortung der Intellektuellen in schwierigen Zeiten“. Regisseur Klaus Hemmerle und das Ensemble werden das Stück ab dem 16. Januar 2020 im Schauspielhaus Esslingen zeigen.

Ein Interview mit Regisseur Klaus Hemmerle zur Hölderlin-Inszenierung enthält Ausgabe 50 der „Notizblätter“ der IPWG.

Nähere Informationen (Website der WLB)

Besprechungen

Otobong Nkanga erhält den Peter-Weiss-Preis der Stadt Bochum

Die nigerianische Künstlerin Otobong Nkanga erhält den mit 15 000 Euro dotierten Peter-Weiss-Preis der Stadt Bochum. In einer Mitteilung hob die Jury hervor, die 1974 geborene Fotografin, Performerin, Plastikerin und Autorin begreife ihre künstlerisch-anthropologischen Studien als den ganzen Menschen umfassende, konkrete Untersuchungen. Der Preis wird am Sonntag, dem 15. Dezember 2019 im Kunstmuseum Bochum verliehen.

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Medienberichte zur Preisverleihung

Ebenfalls am 15. Dezember 2019 findet im Kunstmuseum Bochum die Mitgliederversammlung 2019 der IPWG statt. Folgende Einladung wurde den Mitgliedern zugestellt:

Liebe Mitglieder der IPWG!

Die IPWG trifft sich zur Jahresmitgliederversammlung am Sonntag, dem 15. Dezember 2019 von 10.15 Uhr bis 11.45 Uhr im Kunstmuseum Bochum, Kortumstraße 147, 44787 Bochum.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung besuchen wir um 14.00 Uhr am selben Ort die Verleihung des Peter-Weiss-Preises der Stadt Bochum 2019 an die in Antwerpen ansässige Künstlerin Otobong Nkanga.

Die 1974 in Nigeria geborene Fotografin, Performerin, Plastikerin und Autorin begreife ihre künstlerisch-anthropologischen Studien als den ganzen Menschen umfassende, konkrete Untersuchungen, heißt es zur Entscheidung der Jury. Die Künstlerin stellte u. a. in der Londoner Tate Modern aus, im KW Institute (Berlin), dem Stedelijk Museum Amsterdam und nahm an der documenta 14, den Biennalen von Venedig, Sharjah und Sydney teil.

Als Tagesordnung der Mitgliederversammlung wird vorgeschlagen:

TOP 1: Feststellung der Tagesordnung

TOP 2: Protokoll

TOP 3: Bericht des Vorstands, des Rechnungsprüfers und weiterer Mitglieder

TOP 4: Aussprache

TOP 5: Zukünftige Aktivitäten der IPWG

TOP 6: Überarbeitung des Geschäftsverteilungsplans

TOP 7: Verschiedenes

[...] Fragen und Anregungen bitte an den Vorsitzenden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Mit herzlichen Grüssen

Prof. Dr. Arnd Beise