„Marat/Sade“ im Bahnhof Langendreer, Bochum

Turbulente Theater-Collage über die Französische Revolution

Dieses Stück machte den deutsch-schwedischen Autor Peter Weiss, Namensgeber für den Preis der Stadt Bochum, in den 1960er Jahren mit einem Schlag weltbekannt: MARAT/SADE bietet unterhaltsames, politisches Theater mit Tiefgang.
Jetzt zeigt das freie Theater Gegendruck aus Recklinghausen seine gefeierte Inszenierung des modernen Klassikers am Donnerstag, 26. Mai 2022, 19 Uhr, im Kulturzentrum Bahnhof Langendreer.

MARAT/SADE bringt die Französische Revolution auf die Bühne, gespielt von den Insassen der Heilanstalt Charenton: Das turbulente Stück knüpft an die Tradition des Volkstheaters an.

                               MARAT/SADE ist ein wilder Mix aus Tragödie und Farce, aus „Theater im Theater“ und historischem Drama.
Beim Duell der Protagonisten Marat und de Sade stehen Individualismus und Lebensgenuss gegen die Notwendigkeit, eine andere Welt zu erstreiten. Und noch immer nicht sind die Forderungen des Volks erfüllt…

Mit der ERMITTLUNG von Peter Weiss beeindruckte Theater Gegendruck im November 2021 das Bochumer Publikum im Kunstmuseum Bochum. Bei MARAT/SADE gehören zum Ensemble auch die Figurenspielerin Desiree Baier und der Musiker Claudius Reimann (Saxofon, Schlagzeug, Akkordeon).

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Der Störfall Peter Weiss

Aus Anlass des 40. Todestages von Peter Weiss am 10. Mai 2022 wird in Potsdam unter Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters Mike Schubert am 13. und 14. Mai 2022 eine internationale Konferenz stattfinden, organisiert von der Universität Potsdam in Kooperation mit der Internationalen Peter Weiss-Gesellschaft, der Pädagogischen Universität Krakow sowie der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Das Thema der deutsch-polnischen Konferenz – „Der Störfall Peter Weiss“ – bezieht sich auf die Wirkung von Peter Weiss und seinen Werken. Es werden rezeptive Fragen aufgeworfen, die nicht zuletzt von Weiss‘ Überlegungen geleitet sind, wie mit künstlerischen Mitteln Einfluss auf Denken, Handeln und Wirken von Lesern und Betrachtern gewonnen werden kann.

Eintritt: frei
Ort: Stadt- und Landesbibliothek im Bildungsforum Potsdam, Am Kanal 47, 14467 Potsdam, EG, Veranstaltungssaal
Eine Anmeldung ist auf der Website der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam möglich.

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„Marat/Sade“ im Peter-Weiss-Haus

Im Peter-Weiss-Haus Rostock wird die Theatergruppe Freigeister Weiss‘ Stück „Marat/Sade“ als Premiere am Montag, dem 9. Mai 2022 darbieten. Im Mai und Juni 2022 sind weitere Aufführungen geplant.

Inmitten der Französischen Revolution stehen die beiden Widersacher Marat und de Sade und ihre konträren Weltanschauungen mit den damit einhergehenden Staatsentwürfen. Während Marat der Gesellschaft zum Wohle aller, wie er glaubt, Moral und Tugend aufzwingen will, das Volk vertritt und die Revolution – blutig, wie sie längst geworden ist – rechtfertigt, resigniert de Sade angesichts der unabänderlichen Natur des Menschen, verlacht Marats sozialistische Ideen und sieht das Heil in der Loslösung des Einzelnen aus der Gesellschaft.

„I’ve twisted and turned them every way,
and can see no ending to our play.“

Leben und Tod des Revolutionärs (und der Revolution) werden als Spiel im Spiel, als Theater im Theater, dreizehn Jahre nach Marats Tod dargestellt im Irrenhaus von Charenton. Regie führt der Marquis de Sade. Weiss hält sich eng an historische Fakten, und doch ist sein Drama so weit wie nur irgend möglich von einem historischen Drama entfernt. Das Stück wurde nach seiner Uraufführung in Berlin zu einem der größten internationalen Theatererfolge.

24-Stunden Aufführung von „Die Ermittlung“ am Amtsgericht Münster

Um der Verhöhnung des Leids der Juden im Dritten Reich, zu der es im Winter 2021/22 in unterschiedlichen Zusammenhängen kam, entgegenzutreten, zeigte Münsters Stadtensemble „Die Ermittlung“ von Peter Weiss im Großen Saal des Amtsgerichts Münster am 8. Mai 2022 als 24-Stunden-Aufführung bzw. Szenische Lesung.

Stadtensemble Münster

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Uraufführung der Oper „Wie dem Herrn Mockinpott das Leiden ausgetrieben wird“

Nachdem der deutsche Komponist und Musikpädagoge Stefan Litwin bereits „Nacht mit Gästen“ von Peter Weiss als Musiktheater realisiert hat, folgte nun für das Staatstheater Braunschweig die Vertonung des Schwesterwerks „Wie dem Herrn Mockinpott das Leiden ausgetrieben wird“, das im Frühjahr 1968 im Landestheater Hannover uraufgeführt worden ist, als große clowneske Oper und als ein spartenübergreifendes Projekt zwischen Musiktheater und Schauspiel. Die Musik zeichnet Mockinpotts Transformation mit düsterem Humor nach und kommentiert sie. Die Uraufführung erfolgte am 5. März 2022 im Kleinen Haus des Staatstheaters Braunschweig.

Staatstheater Braunschweig

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