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Aktuelles

„Die Ermittlung“ im Landtag Baden-Württemberg

Eine der spektakulärsten Inszenierungen des Schauspiels Stuttgart in der Saison 2025/2026 wird „Die Ermittlung“ von Peter Weiss sein. Das Stück über die Auschwitz-Prozesse war eines der erfolgreichsten in den Nachkriegsjahren. Intendant Burkhard C. Kosminski wird es am 30. September 2025 im Landtag Baden-Württemberg herausbringen. Interessierte Städte und Institutionen können die Inszenierung einladen. 

Es handelt sich um die dritte Darbietung von Weiss‘ Schauspiel in einem deutschen Landesparlament, nach früheren Lesungen der „Ermittlung“ im Niedersächsischen Landtag am 11. Februar 2009 und in der Bremischen Bürgerschaft am 10. März 2016. Die wiederholten Darbietungen des Stücks im Rahmen der Erinnerungskultur in deutschen Landesparlamenten stellen ein singuläres Phänomen in der deutschen Theatergeschichte dar.

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Medienberichte

„Die Ermittlung“ im Rahmen der LIT Kartause, Köln

Im Rahmen der Reihe „LIT Kartause: Szenische Lesungen und Musik“ wird am Samstag, dem 20. September 2025 in der Kartäuserkirche Köln das Theater von Peter Weiss gewürdigt, mit „Die Ermittlung“ – einem Leseabend zur Erinnerung an die Auschwitzprozesse.

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„Die Ermittlung“ in Oelde

Am Sonntag, 7. September 2025 ab 17:00 Uhr wird das Theaterstück „Die Ermittlung“  im Rathaus im großen Ratssaal der Stadt Oelde aufgeführt. 

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Medienberichte

Uta Kösser, 1942–2025

Am 28. Juli 2025 ist die Kulturwissenschaftlerin Uta Kösser im Kreis ihrer Familie in Leipzig verstorben. Uta Kösser war Professorin am Institut für Kulturwissenschaften der Universität Leipzig und hatte dort den Lehrstuhl für Geschichte der Ästhetik inne, bis sie 2006 in den Ruhestand ging. Sie war eine herausragende Wissenschaftlerin, die nicht nur auf dem Gebiet der Ästhetik forschte, sondern sich auch intensiv mit dem Werk von Peter Weiss auseinandersetzte und dazu publizierte. Ihre letzte Doktorandin, PD Dr. habil. Sabine Sander, hat zu ihrem Andenken einen persönlichen Nachruf verfasst, der auf der Homepage von Cultura e.V. – der Alumni-Initiative des Instituts für Kulturwissenschaften erschienen ist. Sie betont, dass Uta Kösser für sie persönlich weit mehr als eine akademische Mentorin war: Sie war eine inspirierende Gesprächspartnerin, die mit klarem Blick, großer intellektueller Neugier und menschlicher Wärme Studierende, Kolleginnen und Kollegen gleichermaßen ermutigte. Ihr Engagement, ihre kritische Denkweise und ihre humorvolle Art bleiben allen, die Sie kannten, unvergessen.

Die Ästhetik des Widerstands – Variationen von Peter Weiss

Die Ästhetik des Widerstands – Variationen von Peter Weiss. Von Fabian Saul

Deutschlandfunk, 16. August 2025, 20.05 Uhr

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Medienberichte

 

Jochen Vogt, 1943–2025

Professor Jochen Vogt, der ehemalige Vorsitzende der Internationalen Peter Weisss-Gesellschaft, Verfasser einer Bildmonographie und zahlreicher weiterer Publikationen zu Peter Weiss und Literaturwissenschaftler mit einem Schwerpunkt auf deutscher und europäischer Literatur des 20. Jahrhunderts ist mit 82 Jahren am 8. August 2025 verstorben. Die IPWG trauert mit der Familie.

Ein Nekrolog, WAZ, 11. August 2025

 

„Die Ermittlung“ im Jugend- und Bürgerzentrum in Koblenz

Das Ensemble des Stadtteiltheaters Karthause im JuBüZ präsentiert am Samstag, 17. Mai 2025 um 20 Uhr im Saal des Jugend- und Bürgerzentrums, Potsdamer Straße 4, in Koblenz die Theaterpremiere des Stückes „Die Ermittlung“ von Peter Weiss. Regie führt der Dipl. Theaterpädagoge (FH) und Leiter des JuBüZ, Michael Lüdecke. 

Das Ensemble des Stadtteiltheaters Karthause wagt den Versuch, auf Basis ausgewählter Texte des Stückes und eigenproduzierter Ensembleszenen die aktuelle Frage nach dem heutigen Umgang mit dem Holocaust und dem Erstarken des Rechtsextremismus und Antisemitismus in Deutschland zu stellen.

Weitere Vorstellungen finden am 18. Mai um 15 Uhr, am 24. Mai um 20 und am 25. Mai 2025 um 15 Uhr statt. Der Eintritt beträgt 10 Euro, ermäßigt 5 Euro. Kartenreservierung sind unter Telefon 0261  914 06 00 00 möglich.

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Pressemeldung der Stadt Koblenz, 16. Juni 2025

Lesemaraton am Schauspielhaus Bochum

08.05.–10.05.2025: Erinnerung ist Arbeit an der Gegenwart

Vom 8. bis 10. Mai 2025 lädt das Schauspielhaus Bochum zu einem vielstimmigen Programm ein, um 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs über Krieg und Erinnerung, die Gefahren von altem und neuem Faschismus sowie die Herausforderungen für unsere demokratische Zukunft nachzudenken. In Zusammenarbeit mit dem Bochumer Bündnis Wir für Demokratie schaffen Diskussionsrunden, Lesungen, Konzerte und begleitete Busfahrten zu historischen Erinnerungsorten Raum für Reflexion und Begegnung.

Am 9. und 10. Mai werden Lesungen mit Ensemblemitgliedern des Schauspielhaus Bochum und Mitgliedern von Wir für Demokratie angeboten. Der Eintritt ist frei, der Einlass erfolgt jeweils zur vollen Stunde. Im Rahmen des Lesemarathons wird der Schauspieler Konstantin Bühler im sogenannten Oval Office des Schauspielhauses am Freitag, dem 9. Mai um 14:00 Uhr aus der Ästhetik des Widerstands von Peter Weiss lesen.

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Joel Scott – Ästhetik und Widerstand

Anlässlich des Erscheinens der englischen Übersetzung des dritten Bands der Ästhetik des Widerstands von Peter Weiss sprechen Gäste aus Wissenschaft, Aktivismus und Literatur über ihren persönlichen Bezug zum Werk.

Die Ästhetik des Widerstands ist eines der Schlüsselwerke der deutschen Nachkriegsliteratur. Peter Weiss’ Hauptwerk, das zwischen 1975 und 1981 publiziert wurde, ist ein außerordentlicher historischer Roman, der die Geschichte der antifaschistischen Widerstandsbewegungen in Europa im Vorfeld und während des Zweiten Weltkriegs nachzeichnet. Gleichzeitig setzt sich das Buch mit den Beziehungen zwischen Widerstandspraxis und ästhetischen Formen auseinander. In Zeiten, in denen faschistische Tendenzen erneut erstarken, bietet das Buch wertvolle Hinweise dazu, wie wir uns in einem solchen Umfeld politisch organisieren und aktiv sein können.

Gut 20 Jahre nach Veröffentlichung des ersten Bandes in englischer Sprache sprechen die Veranstalter:innen mit Beteiligten des Projekts, sowie Aktivist:innen und Expert:innen mit persönlichem Bezug zum Werk.

Vorträge und Lesungen von: Wissenschaftler:innen Jenny Willner und Alexander Lin, Aktivistin Simin Jawabreh und Übersetzer:innen Charlotte Thießen und Joel Scott. Die Veranstaltung findet vorwiegend auf Englisch statt.

Mittwoch, 30. April 2025 | 19:00 Uhr | Vierte Welt, Kottbusser Tor im Zentrum Kreuzberg | Adalbertstr. 96 | Galerie 1.OG | 10999 Berlin.

Eintritt frei – Um Anmeldung wird gebeten

Mit Unterstützung des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg im Rahmen von «Kultur am 1. Mai!»

Manfred Haiduk, 1929–2025

Literatruwissenschaftler Manfred Haiduk

Manfred Haiduk, der beste Freund von Peter Weiss in der DDR, Herausgeber seiner Werke, Ehrenmitglied der Internationalen Peter Weiss-Gesellschaft, ist kurz nach seinem 96. Geburtstag am 5. April 2025 verstorben. Die IPWG trauert mit der Familie.

Szenische Lesung & Podiumsdiskussion: „Marat/Sade“ in Berlin

THEATER GEGENDRUCK MARAT SADE BERLIN 14022025Szenische Lesung von Peter Weiss’ Stück MARAT/SADE durch das freie Theater Gegendruck mit Live-Musik und anschließender Podiumsdiskussion, Moderation: Prof. Dr. Michael Hofmann

Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade lautet der vollständige Titel des Stücks, das den deutsch-schwedischen Autor Peter Weiss Mitte der 1960er Jahre über Nacht weltberühmt machte. Aus Anlass der 60-jährigen Wiederkehr der Uraufführung von MARAT/SADE am Westberliner Schillertheater präsentiert das freie Theater Gegendruck seine Inszenierung des modernen Klassikers jetzt als szenische Lesung am ZfL.

In MARAT/SADE bringen Patientinnen und Patienten der Heilanstalt Charenton unter Spielleitung des Marquis de Sade die Französische Revolution auf die Bühne. Im Mittelpunkt steht die immer noch aktuelle Auseinandersetzung zwischen dem Revolutionär Marat und dem Marquis de Sade. Revolution oder Reform? Wie besonnen oder kühn soll beziehungsweise kann eine Gesellschaft auf Herausforderungen agieren? Individualismus und Lebensgenuss stehen gegen die Notwendigkeit, sich eine grundlegend andere Welt zu erstreiten.

MARAT/SADE ist ein wilder Mix aus Tragödie und Farce, aus »Theater im Theater« und historischem Drama.

Das freie Theater Gegendruck aus Recklinghausen ist unter anderem für seine Inszenierungen von Stücken von Peter Weiss bekannt. Zum Ensemble der szenischen Lesung gehören u.a. Desiree Baier (Puppenspiel) und Claudius Reimann (Live-Musik).

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht nötig.

Ort: Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung, Eberhard-Lämmert-Saal, Eingang Meierottostr. 8, 10719 Berlin
Zeit: 29. März 2025 · 18.00 Uhr
Organisiert von Internationale Peter Weiss-Gesellschaft (IPWG)