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Hinweise 2017

Gedenken an Harro Schulze-Boysen und seine Frau Libertas

Zum Gedenken an Harro Schulze-Boysen und seine Frau Libertas gibt es am Freitag, 22. Dezember 2017 vor dem Haus an der Karl-Lehr-Straße 9 in Duisburg, in dem Schulze-Boysen während seiner Zeit als Schüler des Duisburger Steinbart-Gymnasiums zu Hause war, eine Gedenkveranstaltung. Ab 12 Uhr wird jeweils beginnend zur vollen Stunde die Passage aus Peter Weiss‘ „Ästhetik des Widerstands“ vorgelesen, die den letzten Gang der verurteilten Widerstandskämpfer aus dem Kreis um Schulze-Boysen zu ihrer Hinrichtung in Plötzensee schildert.

Nähere Informationen

Medienberichte

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„Wie dem Herrn Mockinpott das Leiden ausgetrieben wird“ in Wuppertal

Theater am Engelsgarten, Wuppertal, 20.12. und 22.12.2017, jeweils 19.30h
Theater in Cronenberg (Tic-Atelier), Wuppertal, 16. und 17.1.2018, jeweils 20h

Peter Weiss: „Wie dem Herrn Mockinpott das Leiden ausgetrieben wird“

Das Stück – Weiss nannte es auch einmal eine „Hanswurstiade“ – handelt von dem naiven Mockinpott, einem Unglücksraben, der aus der Haft entlassen wird und nun vergeblich versucht, den Anschluss an sein vorheriges Leben zu finden. Außerdem möchte er natürlich erfahren, warum man ihn überhaupt ins Gefängnis geworfen hat, erhält aber – wie Kafkas Josef K. im „Prozess“ – keine Antwort. Sein Begleiter allerdings stellt sich überhaupt keine Fragen, ihm ist alles wurst, deshalb heißt er auch so: Wurst.

Mitwirkende:
Sabine Happe, Barbara Jansen, Andreas Mucke, Hans Werner Otto, Stefan Otto, Thorsten Strauch
sowie Sänger des Wuppertaler Chores „amici del canto“ mit Kompositionen von Prof. Hartmut Klug
Filmarbeiten: Uwe Schorn

Medienberichte/Rezeption

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GESPRÄCH DER DREI GEHENDEN von Peter Weiss

Plakat Version Bochum 50prozent 150dpiin einer Performance am Sonntag, 17. Dezember 2017, 18 Uhr, im Kunstmuseum Bochum

Im Umfeld der Peter Weiss-Preisverleihung 2017 kommt in Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro der Stadt Bochum und dem Kunstmuseum Bochum am Sonntag, 17. Dezember 2017, 18 Uhr, ein Prosafragment des deutsch-schwedischen Autors zur Aufführung. In einer musikalisch-literarischen Performance sind der Schauspieler Fabio Menéndez vom Theater an der Ruhr Mülheim und der renommierte Schlagzeuger Martin Blume gemeinsam auf der Bühne zu erleben.
Der Rhythmus des Gehens pulsiert durch den 1962 entstandenen Text. Drei Männer durchqueren eine große Stadt, „ eine Stadt der Unfälle, der Schrecken, durch Landschaften der Träume, Albträume und Traumata, der Katastrophen und Absurditäten.“ (F.C.Delius)
Das Prosawerk ist geprägt von autobiografischen Erlebnissen des Autors, der 1933 mit seinen Eltern aus Deutschland fliehen musste.
Das Gespräch der drei Gehenden steht einerseits in der Tradition der surrealistischen Prosastücke von Peter Weiss wie Der Schatten des Körpers des Kutschers. Andererseits folgt er den großen autobiografischen Texten Abschied von den Eltern und Fluchtpunkt, die Peter Weiss – ebenso wie seine Theaterstücke Marat/Sade und Die Ermittlung – weltbekannt machten
Der Schlagzeuger Martin Blume hat sich seit den 1980er Jahren international im Bereich Neuer Improvisationsmusik einen Namen gemacht und kuratiert seit 2004 im Kunstmuseum Bochum die Reihe Klangwelten.
Der Schauspieler Fabio Menéndez, 1973 in Hamburg geboren und dort ausgebildet, gehört seit 2002 dem Ensemble des Theaters an der Ruhr Mülheim an.

Sonntag, 17. Dezember 2017, 18 Uhr
Kunstmuseum Bochum, Kortumstraße 147, 44787 Bochum
Das Gespräch der drei Gehenden von Peter Weiss
mit Fabio Menéndez (Rezitation)
Martin Blume (Perkussion)
Dramaturgie: Johannes Thorbecke
In Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Bochum, dem Kulturbüro der Stadt Bochum und Theater Gegendruck
Mit Unterstützung der Internationalen Peter Weiss-Gesellschaft
Eintritt: 10.-/8.-(ermäßigt)
Karten an der Abendkasse

Theaterkritik

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JAHRESMITGLIEDERVERSAMMLUNG DER IPWG 2017 IN BOCHUM

VERLEIHUNG DES PETER-WEISS-PREISES DER STADT BOCHUM 2017

Am Montag, 4. Dezember 2017, findet im Vorfeld der Verleihung des Peter-Weiss-Preises der Stadt Bochum an Milo Rau auch die MV 2017 der IPWG statt.
Ort: Restaurant „Tanas", Königsallee 15, 44789 Bochum (direkt neben dem Schauspielhaus Bochum)
Zeit: 16:00 Uhr s.t. bis 17.30 Uhr s.t.

Vortrag: Dr. Nike Thurn (Universität Bielefeld):
„Bühne und Gericht. Zum Gerechtigkeits-Theater von Milo Rau"

Hinweis: Am Montag, 4.12.2017, 19-22 Uhr, wird im benachbarten Schauspielhaus (Kammerspiele) der Peter-Weiss-Preis verliehen.
(Aufführung: „Empire", International Institute of Political Murder.)

Nähere Informationen zur Verleihung des Peter-Weiss-Preises

Kritik

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Ausstellung „Was sind die Wolken?“ in Stuttgart

Im Rahmen der Ausstellung „Was sind die Wolken?“ im Stuttgarter Kunstgebäude sind eine Installation mit Filmausschnitten zum Theaterprojekt „Viet Nam Diskurs“ von 1967 und dazugehörige Originalzeichnungen von Gunilla Palmstierna-Weiss zu sehen. In seinem Theaterprojekt „Viet Nam Diskurs“ hatte Peter Weiss den Vietnamkrieg und seine Vorgeschichte thematisiert. In einer Installation mit Filmausschnitten und einem Interview mit Palmstierna-Weiss, die das Bühnenbild und die Kostüme entwarf, rekonstruiert das Künstlertrio Center for Post-Colonial Knowledge and Culture (CPKC) den Kontext. Im Anschluss an die Aufführung nahm das Ehepaar Weiss am Russell-Tribunal in Stockholm teil, einer Initiative gegen die US- Kriegsverbrechen in Vietnam.

Stuttgarter Kunstgebäude, bis zum 4. März 2018. Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr, mittwochs bis 20 Uhr geöffnet.

Nähere Informationen

Rezension

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Die Ästhetik des Widerstands. Ein Stück politische Kunstgeschichte als sichtbares Hörspiel

Mit Blick auf erst jüngst vergangene Wahlergebnisse in den westlichen Demokratien gewinnt die Grundfrage von Peter Weiss' Die Ästhetik des Widerstands: "Welche Rolle kann Kunst und Kultur als Nährboden für politischen Widerstand gegen totalitäre Systeme spielen?" wieder an Aktualität. Beim Betrachten der im Roman beschriebenen Kunstwerke in Verbindung mit dem fulminanten Text, werden dem Zuseher/Zuhörer grundlegende "Zeitpunkte der Geschichte" ins Bewusstsein gerückt, die für die Entwicklung der noch heute gültigen Werte (mit)prägend waren (Quelle: Badische Zeitung).

Strandcafé, Adlerstr. 12, 79098 Freiburg im Breisgau, Freitag, 24. November 2017, 19:00 Uhr

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Erinnerung an den Frankfurter Auschwitzprozess am 8. November 2017 im Gallustheater 

19.00-19.30 Einführung durch Werner Renz (Fritz-Bauer-Institut): Der Frankfurter Auschwitzprozess 1963-1965
Werner Renz ist einer der profiliertesten Kenner des Auschwitz-Prozesse und war an der Erstellung der Dokumentation beteiligt.
Akten und Tonbandaufnahmen des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses hat die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) am Montag zum Teil des Weltdokumentenerbes erklärt. Das teilte das hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst mit. "Die Anerkennung unterstreicht die einzigartige historische und gesellschaftliche Bedeutung der Unterlagen für die Nachkriegsgeschichte und Erinnerungskultur Deutschlands", sagte Minister Boris Rhein (CDU). Der 1963 bis 1965 verhandelte Prozess gilt als entscheidend für die kritische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus. Das Register des UNESCO-Programms "Gedächtnis der Welt" soll Dokumente von außergewöhnlichem Wert sichern und zugänglich machen. Kriterien für eine Aufnahme sind weltweite Bedeutung, Echtheit, Einzigartigkeit und Unersetzlichkeit. (dpa)

Gallustheater Frankfurt am Main, 8. November 2017

20.00 -21.15 Prozess Auschwitz Peter Weiss - eine Theatercollage
mit Edgar M.Böhlke, Barbara Englert, sowie Beate Jatzkowski (Akkordeon) und Christine Dreier, Doris Fisch, Elisabeth Uloth (Chor)
Regie: Ulrich Meckler
http://www.theaterprozess.de

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Peter-Weiss-Woche 2017 in Rostock

Auch in diesem Jahr wird das Rostocker Peter-Weiss-Haus in der ersten Novemberwoche an das Schaffen seines Namensgebers Peter Weiss erinnern. In diesem Jahr steht die Peter-Weiss-Woche ganz im Zeichen des 100. Jahrestages der Oktoberrevolution im damaligen Russland. Informationen zu den Veranstaltungen lassen sich auf der Facebookseite der Peter-Weiss-Woche abrufen.

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„Marat/Sade“ in der Brotfabrik Bonn aufgeführt

Die von der Stadt Bonn mit 4000 Euro geförderte Inszenierung des Marat/Sade von Peter Weiss feiert am Donnerstag, 14. September 2017, um 20 Uhr in der Brotfabrik-Bühne, Kreuzstraße 16, Bonn, Premiere. Inszeniert wird das Stück von Michael Barfuß. Aufgeführt wird es mit dem dritten Jahrgang des Diplomstudienganges Schauspiel der Alanus Hochschule. Weitere Informationen

Ab Ende Mai 2018 wird in der Brotfabrik Beuel das französische Revolutionsdrama „Marat/Sade“ von Peter Weiss in einer Inszenierung von Alanus-Dozent Michael Barfuß wiederaufgeführt. Weitere Informationen

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Peter Weiss and Experimental Cinema, 1949 – 2016

POETICS OF THE REAL, POLITICS OF THE SELF
PETER WEISS AND EXPERIMENTAL CINEMA, 1949 – 2016

13 August 2017, 12:00 – 22.00
Harakka Island Auditorium, Helsinki

Peter Weiss (1916 – 1982) is best known for his writings and theatre plays, with his novel The Aesthetics of Resistance being one of the major works of German literature of the 20th century. Weiss, however, started his artistic career as a painter, and in the 1950s he was primarily a filmmaker. His filmic oeuvre comprises experimental and documentary shorts as well as two feature length films. Marked by personal economical crisis and an exhausting search for artistic expression and recognition, this period in the life of Peter Weiss characterizes the transition from a introspective view inspired by surrealism to the engagement with social and political reality.

Weiss' interest in film began with writing reviews for Swedish newspapers. His theoretical reflections resulted in the 1956 book Avantgardefilm, which is among the first books of its kind: Through the analysis of a subjective choice of experimental films—from the 1920s to the post-war avant-garde—Weiss elaborates on the poetic power of the medium and its capacity to discover new audiovisual worlds.

Poetics of the Real, Politics of the Self takes Weiss' work with film as a direct and discursive vantage point. By thematizing inner conflict, alienation and family relations, time, space and social discipline, body and identity as well as modern urban living and resistance, the selection of Swedish and international short films from 1949 to 2016 discusses the relationship between aesthetic and political subjectivity.

Curated by Florian Wüst
Moderated by Sezgin Boynik
16mm film projector operated by Petteri Kalliomäki
Organized by Kari Yli-Annala / Nomadic academy of experimental arts

PROGRAM

Each of the three programs is followed by a conversation with the audience.
Free entry.

12:00
We recommend to take the 15:00 ferryboat.
Welcome & coffee

12:30
Studie II (Hallucinationer), Peter Weiss, SE 1952, 6'
The Lead Shoes, Sidney Peterson, US 1949, 17'
Studie IV (Frigörelse), Peter Weiss, SE 1954, 9'
Red Shift, Gunvor Nelson, SE 1984, 50'

Break with food & drinks

15:30
If you come to see only this part of the program, we recommend to take the 15:00 ferryboat.
Heidi Tikka will be present in the beginning of this section.
Enligt lag, Peter Weiss, Hans Nordenström, SE 1957, 18'
Metro Means of Conveyance, Olle Hedman, SE 1977, 7'
Es gibt Bilder, weil es Wände gibt – Ein Prolog, Sasha Pirker, AT 2013, 11'
On the Threshold of Liberty, Heidi Tikka, FI 1992, 11'
Schicht, Alex Gerbaulet, DE 2015, 28'

Break with food & drinks

18:30
If you come to see only this part of the program, we recommend the 18:00 ferryboat.
Bag de ens facader, Peter Weiss, DK 1961, 27'
Aliena Kadabra, Åke Karlung, SE 1969, 6'
Ici rien, Daphne Hérétakis, FR/GR 2011, 30'
The Ceremony, Lina Selander, Oscar Mangione, SE 2016, 16'

Because of the timetable of the ferryboat, we will leave the island at 22:00 and continue discussions in the city.

The ferryboat to the island goes regularly every half an hour from the pier in the front of Cafe Ursula in Kaivopuisto Park. The return ticket costs 5€. Lift the signal at the end of the pier up to invite the boat. Be sure to have cash with you for the ferryboat ticket!

More information: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. / +358-50-4318898

nomadinenakatemia.blogspot.fi
facebook.com/events/1414813791944984

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Spielfilmdebüt „Abschied von den Eltern“

Astrid Johanna Ofners Spielfilmdebüt Abschied von den Eltern nach einer autobiografischen Erzählung von Peter Weiss wird am 10. August 2017 als österreichischer Beitrag beim Internationalen Filmfestival Locarno gezeigt. Zitat Südtirol News: „Ofner hat die Poesie der Erzählung ‚freigelegt und subtil getaktet für die Leinwand imaginiert‘, urteilt die Austrian Film Commission (AFC), und wurde in den Wettbewerb von Erst- und Zweitfilmen, Cineasti del presente, eingeladen.“ Burgschauspieler Sven Dolinski spielt darin die Hauptrolle.

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Lesung auf der LIT:potsdam

Lesung zum Angedenken an Peter Weiss mit Natalia Wörner

LIT:potsdam, Museum Fluxus+, Schiffbauergasse 4 f, 14467 Potsdam, 9. Juli 2017, 17.00 Uhr

Unabhängig davon organisiert das internationales literaturfestival berlin (ilb) eine Lesegruppe zu Peter Weiss. Das erste Treffen fand am 10.06.2017 im Haus der Berliner Festispiele statt.

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Milo Rau erhält Peter-Weiss-Preis

Der Schweizer Regisseur und Autor Milo Rau erhält den mit 15 000 Euro dotierten Peter-Weiss-Preis der Stadt Bochum. Er habe den Begriff des dokumentarischen Theaters mit neuem Leben erfüllt, teilte die Stadt am Freitag, dem 2. Juni 2017 mit. Nähere Informationen

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„Geburtstagsbesuch bei Peter Weiss“ in Ganderkesee

Der Bremer Verein Stückwerk mit Kathrin Steinweg, Andreas Schnell und Frank Auerbach begibt sich auf Spurensuche und will den Schriftsteller und Filmemacher Peter Weiss, der 2016 100 Jahre alt geworden wäre, vorstellen. Das Schauspiel-Trio kommt mit der Veranstaltung „Geburtstagsbesuch bei Peter Weiss“ nach Ganderkesee.
Sie treten am Mittwoch, 10. Mai 2017, im Kulturhaus Müller auf. Beginn der Vorstellung ist um 19.30 Uhr.

Medienberichte

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Die Stadt Frankfurt im Leben von Peter Weiss

Jochen Vogt: „Die Ermittlung“ von Peter Weiss im Kontext oder: Frankfurt am Main 1963/65. Eine Rückblende

literaturkritik.de, März 2017

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Vortrag zu Peter Weiss in Stuttgart

Referent: Dr. Kai Köhler, Berlin
Der Schriftsteller, Maler und Filmemacher Peter Weiss (1916-1982) war in den letzten zwanzig Jahren seines Lebens für Deutschland einer der zentralen sozialistischen Künstler. Zahlreiche Veranstaltungen zu seinem 100. Geburtstag zeigten im Jahr 2016 die Aktualität seines Werks, aber auch den Versuch, Weiss zu verharmlosen und für die heutige politische Ordnung zu vereinnahmen.
Mittwoch, 15. März 2017 , 19.30 Uhr, Clara-Zetkin-Haus, Waldheim Stuttgart e. V., Gorch-Fock-Straße 26, 70619 Stuttgart-Sillenbuch
Veranstaltungsankündigung

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Peter-Weiss-Preis wird in der Sparte Theater vergeben

Die WAZ berichtet, dass der kommende Peter-Weiss-Preis der Stadt Bochum in der Sparte Theater vergeben wird.

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„Das Gespräch der drei Gehenden“ als musikalisch-literarische Performance

„Sonntags im Atelierhaus“ am 29. Januar 2017, 18 Uhr:
NLGR und Theater Gegendruck erinnern mit einer musikalisch-literarischen Performance an den Autor Peter Weiss

Mit dem eindrucksvollen Prosafragment „Das Gespräch der drei Gehenden“ lenkt die Reihe „Sonntags im Atelierhaus“ am 29. Januar 2017, 18 Uhr, diesmal den Blick auf den deutsch-schwedischen Roman- und Theaterautor Peter Weiss, der im vergangenen November hundert Jahre alt geworden wäre. In einer musikalisch-literarischen Performance sind der Schauspieler Fabio Menéndez vom Theater an der Ruhr Mülheim und der renommierte Schlagzeuger Martin Blume gemeinsam auf der Bühne von Theater Gegendruck zu erleben.
Der Rhythmus des Gehens pulsiert durch den 1962 entstandenen Text. Drei Männer durchqueren eine große Stadt, „ eine Stadt der Unfälle, der Schrecken, durch Landschaften der Träume, Albträume und Traumata, der Katastrophen und Absurditäten.“ (F.C.Delius) Der 1962 entstandene Text ist geprägt von autobiografischen Erlebnissen des Autors, der 1933 durch die Flucht aus Deutschland dem Holocaust entkam.
„Das Gespräch der drei Gehenden“ steht einerseits in der Tradition seiner surrealistischen Prosastücke wie „Der Schatten des Körpers des Kutschers“. Andererseits folgt er den großen autobiografischen Texten „Abschied von den Eltern“ und „Fluchtpunkt“, die Peter Weiss – ebenso wie seine Theaterstücke „Marat/Sade“ und „Die Ermittlung“ – weltbekannt machten.
Der Schlagzeuger Martin Blume hat sich seit den 1980er Jahren international im Bereich Neuer Improvisationsmusik einen Namen gemacht und kuratiert seit 2004 im Kunstmuseum Bochum die Reihe „Klangwelten“.
Der Schauspieler Fabio Menéndez, 1973 in Hamburg geboren und dort ausgebildet, gehört seit 2002 dem Ensemble des Theaters an der Ruhr Mülheim an. Vor einem Jahr begeisterte er das Publikum im Atelierhaus mit seinem Thomas Brasch-Abend.
Angesichts der beschränkten Platzzahl wird dringend auf die Nutzung des Vorverkaufs hingewiesen.

Sonntag, 29. Januar 2017, 18 Uhr
Atelierhaus Recklinghausen, Königstraße 49a, 45663 Recklinghausen
Das Gespräch der drei Gehenden von Peter Weiss
mit Fabio Menéndez (Rezitation), Martin Blume (Perkussion)
Dramaturgie: Johannes Thorbecke
Veranstalter: Theater Gegendruck e.V. und Neue Literarische Gesellschaft Recklinghausen in Zusammenarbeit mit Atelierhaus e.V.
Eintritt: 11.-/9.- (NLGR-Mitglieder)/7.- (erm.)
Vorverkauf: Buchhandlungen Attatroll, Musial, Winkelmann und Bücherforum

Bericht der Recklinghäuser Zeitung, 13. Januar 2017

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Podiumsdiskussion mit Gunilla Palmstierna-Weiss auf SR 2 KulturRadio

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion stand Gunilla Palmstierna-Weiss am 22. Oktober 2016 in der Saarbrücker Buchhandlung St. Johann Rede und Antwort zu Peter Weiss' Moritat Nacht mit Gästen, die in Saarbrücken am Vortag als Musiktheaterstück auf die Bühne gebracht worden war, ihrer eigenen Karriere und ihrer Zeit mit Peter Weiss (Die Ästhetik des Widerstands). SR 2 KulturRadio sendet die Podiumsdiskussion mit Gunilla Palmstierna-Weiss am 17. Januar 2017 in "Literatur im Gespräch".

SR.de