Ausstellung „Was sind die Wolken?“ in Stuttgart

Im Rahmen der Ausstellung „Was sind die Wolken?“ im Stuttgarter Kunstgebäude sind eine Installation mit Filmausschnitten zum Theaterprojekt „Viet Nam Diskurs“ von 1967 und dazugehörige Originalzeichnungen von Gunilla Palmstierna-Weiss zu sehen. In seinem Theaterprojekt „Viet Nam Diskurs“ hatte Peter Weiss den Vietnamkrieg und seine Vorgeschichte thematisiert. In einer Installation mit Filmausschnitten und einem Interview mit Palmstierna-Weiss, die das Bühnenbild und die Kostüme entwarf, rekonstruiert das Künstlertrio Center for Post-Colonial Knowledge and Culture (CPKC) den Kontext. Im Anschluss an die Aufführung nahm das Ehepaar Weiss am Russell-Tribunal in Stockholm teil, einer Initiative gegen die US- Kriegsverbrechen in Vietnam.

Stuttgarter Kunstgebäude, bis zum 4. April 2018. Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr, mittwochs bis 20 Uhr geöffnet.

Nähere Informationen

Die Ästhetik des Widerstands. Ein Stück politische Kunstgeschichte als sichtbares Hörspiel

Mit Blick auf erst jüngst vergangene Wahlergebnisse in den westlichen Demokratien gewinnt die Grundfrage von Peter Weiss' Die Ästhetik des Widerstands: "Welche Rolle kann Kunst und Kultur als Nährboden für politischen Widerstand gegen totalitäre Systeme spielen?" wieder an Aktualität. Beim Betrachten der im Roman beschriebenen Kunstwerke in Verbindung mit dem fulminanten Text, werden dem Zuseher/Zuhörer grundlegende "Zeitpunkte der Geschichte" ins Bewusstsein gerückt, die für die Entwicklung der noch heute gültigen Werte (mit)prägend waren (Quelle: Badische Zeitung).

Strandcafé, Adlerstr. 12, 79098 Freiburg im Breisgau, Freitag, 24. November 2017, 19:00 Uhr

Erinnerung an den Frankfurter Auschwitzprozess am 8. November 2017 im Gallustheater

19.00-19.30 Einführung durch Werner Renz (Fritz-Bauer-Institut): Der Frankfurter Auschwitzprozess 1963-1965
Werner Renz ist einer der profiliertesten Kenner des Auschwitz-Prozesse und war an der Erstellung der Dokumentation beteiligt.
Akten und Tonbandaufnahmen des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses hat die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) am Montag zum Teil des Weltdokumentenerbes erklärt. Das teilte das hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst mit. "Die Anerkennung unterstreicht die einzigartige historische und gesellschaftliche Bedeutung der Unterlagen für die Nachkriegsgeschichte und Erinnerungskultur Deutschlands", sagte Minister Boris Rhein (CDU). Der 1963 bis 1965 verhandelte Prozess gilt als entscheidend für die kritische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus. Das Register des UNESCO-Programms "Gedächtnis der Welt" soll Dokumente von außergewöhnlichem Wert sichern und zugänglich machen. Kriterien für eine Aufnahme sind weltweite Bedeutung, Echtheit, Einzigartigkeit und Unersetzlichkeit. (dpa)

Gallustheater Frankfurt am Main, 8. November 2017

20.00 -21.15 Prozess Auschwitz Peter Weiss - eine Theatercollage
mit Edgar M.Böhlke, Barbara Englert, sowie Beate Jatzkowski (Akkordeon) und Christine Dreier, Doris Fisch, Elisabeth Uloth (Chor)
Regie: Ulrich Meckler
http://www.theaterprozess.de

Peter-Weiss-Woche 2017 in Rostock

Auch in diesem Jahr wird das Rostocker Peter-Weiss-Haus in der ersten Novemberwoche an das Schaffen seines Namensgebers Peter Weiss erinnern. In diesem Jahr steht die Peter-Weiss-Woche ganz im Zeichen des 100. Jahrestages der Oktoberrevolution im damaligen Russland. Informationen zu den Veranstaltungen lassen sich auf der Facebookseite der Peter-Weiss-Woche abrufen.

„Marat/Sade“ in der Brotfabrik Bonn aufgeführt

Die von der Stadt Bonn mit 4000 Euro geförderte Inszenierung des Marat/Sade von Peter Weiss feiert am Donnerstag, 14. September 2017, um 20 Uhr in der Brotfabrik-Bühne, Kreuzstraße 16, Bonn, Premiere. Inszeniert wird das Stück von Michael Barfuß. Aufgeführt wird es mit dem dritten Jahrgang des Diplomstudienganges Schauspiel der Alanus Hochschule.

Weitere Informationen