Am Schauspiel Essen wird am Donnerstag, dem 18. April 2013, die Inszenierung der Bühnenfassung von Die Ästhetik des Widerstands wiederaufgenommen (Premiere war am 24. Mai 2012). Die Bühnenbearbeitung haben Dramaturg Tilman Neuffer und Regisseur Thomas Krupa vorgenommen.
Regie: Thomas Krupa
Dramaturgie: Tilman Neuffer
Bühne, Kostüme, Videografie: Jana Findeklee, Joki Tewes, Andreas Jander
Musik: Mark Polscher
Spanien, Paris, Stockholm: Das sind die Stationen des Exils, die ein junger Berliner Arbeiter in den Jahren 1937 bis 1945 im Widerstand gegen den Hitlerfaschismus zurücklegt. Peter Weiss schickt teils frei erfundene, teils historisch authentische Personen auf eine surreale Reise durch eine sich auflösende Welt. Er erzählt dabei nicht nur von den Konflikten innerhalb des linken antifaschistischen Widerstands und davon, wie das Leben im Untergrund die Menschen geformt, sie deformiert hat, sondern auch von der Bedeutung von Kunst-Erfahrung, von Ästhetik für den gemeinsamen politischen Kampf.
Der Roman ist gleichsam eine Schule der Wahrnehmung des Widerstands und dessen kollektiver Erinnerung, die er als verdrängte Geschichte sinnlich erfahrbar macht. Der Roman zeigt, was für eine wichtige Rolle Kunst für die demokratische Entwicklung einer Gesellschaft spielt. Und wie überlebensnotwendig eine Kultur, die Diskussion und Widersprüche zulässt, nicht nur für unsere Gesellschaft, sondern auch für diejenige ist, die sich wie zurzeit in Nordafrika erst demokratische Freiheiten erkämpfen muss.
Probentrailer: YouTube, Produktionsgespräch: YouTube
Stück-Information, siehe auch PWJ 21 (2012), S. 63–92. Fotograf: Thilo Beu