„West-östliche Variationen“. Vortrag bei einem Erfurter Kolloquium

Am 5. Februar 2020 trug Prof. Dr. Michael Hofmann, Universität Paderborn, bei dem Kolloquium „Widerstand gegen den Nationalsozialismus in der Erinnerungskultur der beiden deutschen Staaten“, das aus Anlass des Jahrestags der Hinrichtung des Widerstandskämpfers Theodor Neubauer am 5. Februar 1945 durch das Historische Seminar der Universität Erfurt ausgerichtet wurde, in der Kleinen Synagoge Erfurt über das Thema „West-östliche Variationen. Die Rezeption von Peter Weiss’ Ästhetik des Widerstands (1975–1981) in der BRD und in der DDR“ vor. 

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Foliensatz „West-östliche Variationen“

„Hölderlin“ an der Württembergischen Landesbühne Esslingen

Im einhundertsten Jahr ihres Bestehens wird an der Württembergischen Landesbühne Esslingen Peter Weiss’ Stück „Hölderlin“, das 1971 am Stuttgarter Staatstheater uraufgeführt wurde, inszeniert. Bei der Vorstellung des Programms für die Spielzeit 2019/2020 erläuterte Ko-Intendant Friedrich Schirmer im Mai 2019, Weiss’ Stück stelle „die Frage nach der Verantwortung der Intellektuellen in schwierigen Zeiten“. Regisseur Klaus Hemmerle und das Ensemble werden das Stück ab dem 16. Januar 2020 im Schauspielhaus Esslingen zeigen.

Ein Interview mit Regisseur Klaus Hemmerle zur Hölderlin-Inszenierung enthält Ausgabe 50 der „Notizblätter“ der IPWG.

Nähere Informationen (Website der WLB)

Besprechungen

Hinweise 2019

Otobong Nkanga erhält den Peter-Weiss-Preis der Stadt Bochum

Die nigerianische Künstlerin Otobong Nkanga erhält den mit 15 000 Euro dotierten Peter-Weiss-Preis der Stadt Bochum. In einer Mitteilung hob die Jury hervor, die 1974 geborene Fotografin, Performerin, Plastikerin und Autorin begreife ihre künstlerisch-anthropologischen Studien als den ganzen Menschen umfassende, konkrete Untersuchungen. Der Preis wird am Sonntag, dem 15. Dezember 2019 im Kunstmuseum Bochum verliehen.

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Medienberichte zur Preisverleihung

Ebenfalls am 15. Dezember 2019 findet im Kunstmuseum Bochum die Mitgliederversammlung 2019 der IPWG statt. Folgende Einladung wurde den Mitgliedern zugestellt:

Liebe Mitglieder der IPWG!

Die IPWG trifft sich zur Jahresmitgliederversammlung am Sonntag, dem 15. Dezember 2019 von 10.15 Uhr bis 11.45 Uhr im Kunstmuseum Bochum, Kortumstraße 147, 44787 Bochum.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung besuchen wir um 14.00 Uhr am selben Ort die Verleihung des Peter-Weiss-Preises der Stadt Bochum 2019 an die in Antwerpen ansässige Künstlerin Otobong Nkanga.

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Hinweise 2018

„Kill the Audience“ an den Münchner Kammerspielen

KILL THE AUDIENCE. VON RABIH MROUÉ

Inszenierung: Rabih Mroué. Münchner Kammerspiele, Uraufführung am 12. Dezember 2018

Mit dem „Viet Nam Diskurs“ schrieb Peter Weiss ein politisch-agitatorisches Stück gegen den Vietnamkrieg.

Die Inszenierung des Stücks 1968 an den Münchner Kammerspielen richtete sich direkt an die Zuschauer*innen: Was bedeutet es, einem politischen Stück beizuwohnen? Die Aufforderungen des Stücks wörtlich nehmend sammelten die Schauspieler*innen am Ende des Stücks Geld für den Vietcong. Es folgte eine veritable Auseinandersetzung zwischen den Regisseuren Wolfgang Schwiedrzik und Peter Stein einerseits und Intendant August Everding andererseits. Selbst als die Sammlung von Geld untersagt wurde, warfen die Zuschauer*innen Münzen auf die Bühne. Doch was ist mit diesem Geld geschehen? Wurden damit Waffen gekauft, um aus dem Theater heraus real politisch einzugreifen? Regisseur Rabih Mroué geht diesen Spuren nach. 50 Jahre nach dem damaligen Konflikt erforscht Mroué am gleichen Ort (im damaligen Werkraum) die Rolle der Zuschauer*innen. Kann es überhaupt noch ein Publikum geben, wenn das Theater zur Straße wird? Verschwindet es, wenn die Bühne genutzt wird zur offenen politischen Auseinandersetzung? „Kill the Audience“ ist die dritte Arbeit von Rabih Mroué an den Münchner Kammerspielen. Nach „Ode to Joy“ (2015) feierte „Rima Kamel“ (2017) im Rahmen einer Werkschau des Künstlers an den Kammerspielen Premiere.

Mit Zeynep Bozbay, Eva Löbau Live-Musik Marja Burchard, Maasl Maier Inszenierung Rabih Mroué Ausstattung Bettina Katja Lange, Rabih Mroué Licht Charlotte Marr Musik Marja Burchard, Maasl Maier Dramaturgie Martin Valdés-Stauber

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Theaterkritiken

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