F.A.Z. erinnert an Bernd Naumanns Prozessberichterstattung

Aus Anlass ihres 70-jährigen Bestehens erinnert die F.A.Z. an Bernd Naumanns ausführliche Berichterstattung vom ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess im Ressort „Deutschland und die Welt“. Peter Weiss orientierte sich bei der Arbeit an seinem Theaterstück „Die Ermittlung“, im Herbst 1965 uraufgeführt, auch an Naumanns Prozessberichten.

F.A.Z., 1.11.2019

Ein Automat, zwei Veranstaltungen. „Die Ästhetik des Widerstands“

Das selbstverwaltete Stadtteilzentrum Gasparitsch in Stuttgart-Ost zeigt im Oktober 2019 den Spielautomaten «Wider die Gespenster», der sich auf Peter Weiss bezieht und vom Künstler Peter Schmidt gebaut wurde.

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„Marat/Sade“ beim Greizer Theaterherbst

Beim Greizer Theaterherbst in Thüringen wurde im Rahmen der von Georg Peetz geleiteten Schauspielwerkstatt im September 2019 Peter Weiss’ geschichtsphilosophisches Drama „Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats, dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade“ aufgeführt.

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„Die Ästhetik des Widerstands“. Ein Wochenende mit Pop-up-Ausstellung, Workshops und Filmscreenings

Das Wochenende über «Die Ästhetik des Widerstands» mit Pop-up-Ausstellung, Workshops und Filmscreenings in der Kunsthalle Darmstadt nimmt den gleichnamigen Weiss'schen Roman zum Ausgangspunkt, um in unterschiedlichen Formaten nach dem Verhältnis von Politik und Ästhetik zu fragen. Inhaltlich knüpfen die Veranstaltungen damit an die Ausstellung «Helmpflicht» an, die über das Thema der Baustelle auch die Lage der «arbeitenden Klasse» aus der Perspektive zeitgenössischer KünstlerInnen beleuchtet.

Peter Weiss (1916-1982) veröffentlichte 1975, 1978 und 1981 jeweils einen Band seines monumentalen Romans «Die Ästhetik des Widerstands». Im Zentrum der Trilogie steht die Frage nach der politischen Sprengkraft von Bildung und insbesondere auch von Kunst und Kultur.

Ein historischer Bezugspunkt für das Programm ist neben Peter Weiss die im Roman ausführlich behandelte Person Willi Münzenbergs und die von ihm in den 1920er-Jahren herausgegebene «Arbeiter-Illustrierte-Zeitung» (AIZ). Originalausgaben der AIZ sind an diesem Wochenende im Studio West der Kunsthalle zu sehen.

Zwei Workshops am Samstag und Sonntag bieten Gelegenheit sowohl den Roman von Peter Weiss als auch die verlegerische Praxis von Willi Münzenberg kennenzulernen. Gemeinsam mit Julian Volz, Politikwissenschaftler und Kurator des Wochenendes zur «Ästhetik des Widerstands», werden Passagen aus ihren Werken besprochen und diskutiert. Die Teilnahme an den Workshops ist kostenfrei. Es werden keine Vorkenntnisse vorausgesetzt.

Um verbindliche Anmeldung wird gebeten bis zum 02.09.19: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Kunsthalle Darmstadt, 6. bis 8. September 2019

Eintritt zu den Veranstaltungen inkl. Ausstellung 5 €, ermäßigt 3 €. Inhaber eines Festivaltickets «Den Bogen spannen - 100 Jahre Darmstädter Sezession» haben freien Eintritt.

Ein Interview mit den Veranstaltern und Kuratoren des Wochenendes mit Pop-up-Ausstellung enthält Ausgabe 50 der „Notizblätter“ der IPWG.

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„Marat/Sade“ am Schauspielhaus Bochum

Die freie Gruppe Monster Truck inszeniert Peter Weiss‘ Marat/Sade am Schauspielhaus Bochum. Die Gruppe untersucht mit dem Drama den schmalen Grat zwischen Wahnsinn und Vernunft. Nach der Premiere baut sie ein Narrenschiff auf dem Vorplatz des Theaters, das auf einem einwöchigen Fußweg von Bochum nach Gent transportiert wird. Die Koproduktion mit Monster Truck und dem NTGent feiert am 29. Juni 2019 Premiere in den Kammerspielen.

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