Gunilla Palmstierna-Weiss. Die IPWG grüßt herzlichst zum Geburtstag und zur neuen Ausstellung

Anlässe, Gunilla Palmstierna-Weiss zu feiern, gibt es zur Genüge: Am 28. März 2019 beging sie ihren 91. Geburtstag, und wenn die vor­lie­gen­den Blätter ihre Leserinnen und Leser erreichen, wird eine Aus­stellung über ihr Werk im Stockholmer Mo­derna Museet eröffnet wor­den sein: „Gunilla Palmstierna-Weiss. Teck­nade Scener 1964-84“, ku­ratiert von Emily Fah­lén und Asrin Haidari, zu se­hen bis zum 29. September 2019. Der Titel „Teck­nade Scener“ kann wahlweise als „gezeichnete Sze­nen“ oder „gezeichnete Bühnen“ übersetzt wer­den, und in genau diesem Spannungsfeld bewegen sich die Exponate: Im Medium bühnen- und kos­tüm­­bildnerischer Arbeiten, in Skizzen, Zeich­nun­gen und Modellen, werden Situationen und Kon­stellationen zwischen Szene und Bühne lebendig.

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Ein Geschenk des Himmels. Manfred Haiduk zum 90. Geburtstag

„Ich denke, dass Manfred für Peter mehr war als ein Arbeitspartner – er war für ihn ein Geschenk des Himmels“, meinte Gunilla Palmstierna-Weiss einmal. Peter Weiss und seine Frau lernten Manfred Haiduk bei der Vorbereitung der ersten Weiss-Inszenierung in der DDR kennen: Marat/Sade in der Regie von Hanns Anselm Perten am Volkstheater Rostock. Am Vorabend von Haiduks 36. Geburtstag hatte die ostdeutsche Erst­auf­füh­rung Premiere. Unmerklich oder nur von Wenigen bemerkt, ging die Pre­mieren­feier in eine Geburts­tags­feier über.

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„Der Schatten des Körpers des Kutschers“ auf BR 2

Am Freitag, 22. März 2019, sendete Bayern 2 von 21:05 bis 22:30 Uhr in der Reihe hör!spiel!art.mix eine Hörfunkadaption von Peter Weiss‘ 1952 entstandenem Prosastück „Der Schatten des Körpers des Kutschers“. Mit Jochen Noch, Tobias Lelle, Paul Herwig, Volker Bruch und Nico Holonics; Komposition: zeitblom; Bearbeitung und Regie: Michael Farin; BR 2010.

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Bedingungslos im Engagement für interkulturelle Aufklärung und Reflexion. Laudatio auf Rüdiger Sareika

Die Internationale Peter Weiss-Gesellschaft (IPWG) gratuliert ihrem Vorstandsmitglied Dr. Rü­di­ger Sareika zu seinem 70. Geburtstag am 19. Februar 2019!

Rüdiger Sareika hat nach einem Studium der Literaturwissenschaft in Saarbrücken im Jahre 1980 eine bahnbrechende Dissertation zum The­ma „Die Dritte Welt in der westdeutschen Li­teratur der sechziger Jahre“ verfasst. Seit 1982 war Rüdiger Sareika Studienleiter an der Evan­gelischen Aka­de­mie Villigst und er hat neben zahlreichen Veran­sta­ltungen zu Peter Weiss und allgemein zu politisch-literarischen The­men den Bereich „Interkultur“ auf­­gebaut, in dem die Bedeutung interkultureller Frage­stellungen im Kontext von Literatur, Politik und Religion schon früh bearbeitet wurde.

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45 Weiss-Bilder in Stockholm veräußert

Gunilla Palmstierna-Weiss hat Ende Januar 2019 eine umfangreiche Sammlung von Peter Weiss-Bildern veräußert. Die Auktion bei dem renommierten schwedischen Auktionshaus Bukowskis umfasste 49 Kunstwerke von den frühesten Ölgemälden Mitte der 1930er bis Ende der 1950er Jahre. Palmstierna-Weiss teilte mit, dass die bei dieser Auktion erzielten Einnahmen es ihr ermöglichen sollen, die wenigen Weiss-Kunstwerke zurückzukaufen, die seit dem Diebstahl des größten Teils des bildkünstlerischen Nachlasses von Peter Weiss bei einem Einbruch in einem Stockholmer Lager im Jahr 2008 wieder aufgetaucht seien.

In Zusammenhang mit der Auktion gab Palmstierna-Weiss im Januar 2019 an, dass der Verkauf der Bilder zugleich maßgeblich dazu beitrage, dass sich ein breiteres Publikum mit den Kunstwerken von Peter Weiss, die nun von einigen der bekanntesten schwedischen und internationalen Museen erworben worden seien, vertraut machen könne. Die Werke hätten einen historischen Wert sowohl für Institutionen als auch für Sammler, da Peter Weiss als Künstler und Autor national und international geschätzt wurde, sagte Palmstierna-Weiss. Nur auf vier Werke wurde kein Zuschlag erteilt. Die Auktion erzielte einen sechsstelligen Euro-Betrag. 

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