Nach Norden. Deutsche Künstlerinnen und Künstler im skandinavischen Exil

Werke aus der Sammlung Memoria Thomas B. Schumann und von Ann Böttcher (SE)

Ausstellung zu deutschen Künstlerinnen und Künstlern im skandinavischen Exil

Ernst Martin Benedikt, Otto Ehrich, Erwin Graumann, Eric Johansson, Bruno Krauskopf, Lotte Laserstein, Helga Leiser-Fejne, Rudi Lesser, Rolf Nesch, Hilde Rubinstein, Hugo Steiner-Prag, Hans Tombrock, Peter Weiss, Paul Wieghardt und Ann Böttcher (SE)

Unter den präsentierten Werken befindet sich auch das Bild „Die Kartenleserin“ von Peter Weiss.

Museum Haus Opherdicke, Kreis Unna, Dorfstraße 29, 59439 Holzwickede

Ausstellungseröffnung am Sonntag, 8. März 2020, 11.30 Uhr auf Haus Opherdicke

Öffnungszeiten Museum Di – So 10.30 – 17.30 Uhr, nähere Informationen

Peter Weiss und das Kino

Sonntag, 23. Februar 2020, 14.00 Uhr
Stadtkino im Künstlerhaus, I., Akademiestr. 13, Wien

Verfilmung: Abschied von den Eltern
Nach der gleichnamigen Erzählung von Peter Weiss.
Regie: Astrid Johanna Ofner

anschließend Gespräch Über das Biografische
Astrid Johanna Ofner, Peter Henisch
Katja Gasser, Moderation

Astrid Johanna Ofner, *1968 in Linz, Filmstudium in Paris, Wien und Berlin. Jüngste Filme: Sag es mir Dienstag (26 Min, 2007); Die Strände (10 Min, 2019).
Peter Henisch, *1943 in Wien, Schriftsteller und Musiker. Gedichtbände, Erzählungen, Essays, Hörspiele, Filmdrehbücher, Liedtexte; jüngste Bücher: Suchbild mit Katze. Roman (2016); Siebeneinhalb Leben. Roman (2018); Das ist mein Fenster. Fast alle Gedichte und Songs (2018).
Katja Gasser, siehe 10.2.

ab 16.00 Uhr: Autorenfilm: Peter Weiss. Filme
Programm auf www.stadtkinowien.at

Montag, 24. Februar 2020, 19.00 Uhr
Alte Schmiede, I., Schönlaterngasse 9, Wien

Peter Weiss: Nachleben
Gespräch: Kathrin Röggla, Birgit Müller-Wieland
Günther Stocker, Moderation

Peter Weiss’ Abschied von den Eltern (1961), diese Begehung sowohl der eigenen Familiengeschichte als auch des zeitgenössischen konservativen Bürgertums, inspiriert auch über fünfzig Jahre nach seiner Veröffentlichung KünstlerInnen zur Auseinandersetzung – so adaptierte Astrid Johanna Ofner Weiss’ Erzählung filmisch (2017) – siehe 23.2., Stadtkino. Anlass, nach der Weiss-Rezeption auch unter zeitgenössischen AutorInnen zu fragen: Von Weiss’ avantgardistischer Prosa (Im Schatten des Körpers des Kutschers) über die politischen Dramen (Viet Nam Diskurs, Die Ermittlung, Marat/Sade) bis zur Begehung des Widerstands der Arbeiterbewegung gegen den Faschismus (Die Ästhetik des Widerstands) – welche dieser thematisch und ästhetisch facettenreichen Arbeiten dienen heute als Bezugspunkte für schriftstellerische Arbeit?

Kathrin Röggla, *1971 in Salzburg, österreichische Schriftstellerin, die Prosa, Hörspiele und Theatertexte schreibt
Birgit Müller-Wieland, *1962 in Schwanenstadt, Autorin von Romanen, Erzählungen, Gedichten, Hörspielen, Libretti; u.a. Reinhard-Priessnitz-Preis 2002; jüngst der für den Deutschen Buchpreis nominierte Roman Flugschnee (2017). Promovierte mit einer Arbeit über Peter Weiss.
Günther Stocker, *1966 in Salzburg, seit 2011 Professor am Institut für Germanistik der Universität Wien. Zuletzt publiziert: Diskurse des Kalten Krieges. Eine andere österreichische Nachkriegsliteratur (mit Stefan Maurer und Doris Neumann-Rieser, 2017).

„West-östliche Variationen“. Vortrag bei einem Erfurter Kolloquium

Am 5. Februar 2020 trug Prof. Dr. Michael Hofmann, Universität Paderborn, bei dem Kolloquium „Widerstand gegen den Nationalsozialismus in der Erinnerungskultur der beiden deutschen Staaten“, das aus Anlass des Jahrestags der Hinrichtung des Widerstandskämpfers Theodor Neubauer am 5. Februar 1945 durch das Historische Seminar der Universität Erfurt ausgerichtet wurde, in der Kleinen Synagoge Erfurt über das Thema „West-östliche Variationen. Die Rezeption von Peter Weiss’ Ästhetik des Widerstands (1975–1981) in der BRD und in der DDR“ vor. 

Nähere Informationen

Foliensatz „West-östliche Variationen“

„Hölderlin“ an der Württembergischen Landesbühne Esslingen

Im einhundertsten Jahr ihres Bestehens wird an der Württembergischen Landesbühne Esslingen Peter Weiss’ Stück „Hölderlin“, das 1971 am Stuttgarter Staatstheater uraufgeführt wurde, inszeniert. Bei der Vorstellung des Programms für die Spielzeit 2019/2020 erläuterte Ko-Intendant Friedrich Schirmer im Mai 2019, Weiss’ Stück stelle „die Frage nach der Verantwortung der Intellektuellen in schwierigen Zeiten“. Regisseur Klaus Hemmerle und das Ensemble werden das Stück ab dem 16. Januar 2020 im Schauspielhaus Esslingen zeigen.

Ein Interview mit Regisseur Klaus Hemmerle zur Hölderlin-Inszenierung enthält Ausgabe 50 der „Notizblätter“ der IPWG.

Nähere Informationen (Website der WLB)

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