„The Aesthetics of Resistance“: Band 2 erschienen

The Aesthetics of Resistance, Vol. 2
Anderthalb Jahrzehnte nach dem ersten Band hat Duke University Press 2020 den zweiten Band der Übersetzung von Peter Weiss' opus magnum „Die Ästhetik des Widerstands“ in das amerikanische Englisch vorgelegt: Peter Weiss: The Aesthetics of Resistance. Volume II. A novel. Translated by Joel Scott. Durham, N. C., USA: Duke 2020.

Verlagsinformation:

A major literary event, the publication of the second volume of Peter Weiss's three-volume novel The Aesthetics of Resistance makes one of the towering works of twentieth-century German literature available to English-speaking readers for the first time. The crowning achievement of Peter Weiss, the internationally renowned writer best known for his play Marat/SadeThe Aesthetics of Resistance spans the period from the late 1930s to World War II, dramatizing antifascist resistance and the rise and fall of proletarian political parties in Europe.

Volume II, initially published in 1978, opens with the unnamed narrator  in Paris after having retreated from the front lines of the Spanish Civil War. From there, he moves on to Stockholm, where he works in a factory, becomes involved with the Communist Party, and meets Bertolt Brecht. Featuring the narrator's extended meditations on paintings, sculpture, and literature, the novel teems with characters, almost all of whom are based on historical figures. Throughout, the narrator explores the affinity between political resistance and art—the connection at the heart of Weiss's novel. Weiss suggests that meaning lies in embracing resistance, no matter how intense the oppression, and that we must look to art for new models of political action and social understanding. The Aesthetics of Resistance is one of the truly great works of postwar German literature and an essential resource for understanding twentieth-century German history.

Duke University Press

Gisela Peter für ehrenamtliche Tätigkeit in der Peter-Weiss-Bibliothek mit Verdienstorden der Bundesrepublik ausgezeichnet

Für ihr jahrzehntelanges, mittlerweile ehrenamtliches Wirken in der Peter-Weiss-Bibliothek, einer Stätte der Begegnung mit Lesern und Schriftstellern in Berlin-Hellersdorf, wurde Bibliothekarin Gisela Peter von Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle bei einem feierlichen Akt im Januar 2021 der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland überreicht. Gisela Peter hat gemeinsam mit ihrem Mann dazu beigetragen, dass seit 1990 etwa 500 Veranstaltungen organisiert werden konnten und sich die Hellersdorfer Bibliothek zu einem Treffpunkt auch für die Nachbarschaft entwickelte.

Medienbericht:

 

Hinweise 2020

Der Chronist der „Weltkomödie“ und seine Beziehungen zu Peter Weiss

In memoriam Christoph Meckel

Wie Peter Weiss hat auch Christoph Meckel sowohl als Autor wie auch als bildender Künstler gearbeitet. Beide kannten und schätzten sich. Während aber Weiss nach seiner Phase als Bildkünstler nicht mehr schrieb, hat Meckel beides stets parallel betrieben.

In meiner Zeit als Studienleiter an der Evangelischen Akademie Iserlohn hatte ich die Chance, eine Ausstellung zu Meckels „Weltkomödie“ zeigen zu können.  Im Zentrum stand seine Radierung „Der kranke Engel“ von 1985. Eine Hommage an den bekannten finnischen Maler Hugo Simberg und dessen Gemälde „Der verwundete Engel“ von 1903, das in Finnland zum nationalen Identifikationsbild wurde.  Im Gespräch verwies Meckel auf freundlich-heitere Weise darauf, dass er sich selbst stark mit beiden Bildern identifiziere, gab aber ähnlich wie Simberg keine Hinweise zur Interpretation. Aus seinem umfangreichen Werk als Autor und bildender Künstler kann man aber schließen, dass sein Engel als Symbol für die Gefährdung dieser Welt und der Menschen angesehen werden kann. Im Zeichen der aktuellen Corona-Krise drängen sich dazu besonders viele Assoziationen auf.

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Hinweise 2019

Otobong Nkanga erhält den Peter-Weiss-Preis der Stadt Bochum

Die nigerianische Künstlerin Otobong Nkanga erhält den mit 15 000 Euro dotierten Peter-Weiss-Preis der Stadt Bochum. In einer Mitteilung hob die Jury hervor, die 1974 geborene Fotografin, Performerin, Plastikerin und Autorin begreife ihre künstlerisch-anthropologischen Studien als den ganzen Menschen umfassende, konkrete Untersuchungen. Der Preis wird am Sonntag, dem 15. Dezember 2019 im Kunstmuseum Bochum verliehen.

Nähere Informationen

Medienberichte zur Preisverleihung

Ebenfalls am 15. Dezember 2019 findet im Kunstmuseum Bochum die Mitgliederversammlung 2019 der IPWG statt. Folgende Einladung wurde den Mitgliedern zugestellt:

Liebe Mitglieder der IPWG!

Die IPWG trifft sich zur Jahresmitgliederversammlung am Sonntag, dem 15. Dezember 2019 von 10.15 Uhr bis 11.45 Uhr im Kunstmuseum Bochum, Kortumstraße 147, 44787 Bochum.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung besuchen wir um 14.00 Uhr am selben Ort die Verleihung des Peter-Weiss-Preises der Stadt Bochum 2019 an die in Antwerpen ansässige Künstlerin Otobong Nkanga.

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Hinweise 2018

„Kill the Audience“ an den Münchner Kammerspielen

KILL THE AUDIENCE. VON RABIH MROUÉ

Inszenierung: Rabih Mroué. Münchner Kammerspiele, Uraufführung am 12. Dezember 2018

Mit dem „Viet Nam Diskurs“ schrieb Peter Weiss ein politisch-agitatorisches Stück gegen den Vietnamkrieg.

Die Inszenierung des Stücks 1968 an den Münchner Kammerspielen richtete sich direkt an die Zuschauer*innen: Was bedeutet es, einem politischen Stück beizuwohnen? Die Aufforderungen des Stücks wörtlich nehmend sammelten die Schauspieler*innen am Ende des Stücks Geld für den Vietcong. Es folgte eine veritable Auseinandersetzung zwischen den Regisseuren Wolfgang Schwiedrzik und Peter Stein einerseits und Intendant August Everding andererseits. Selbst als die Sammlung von Geld untersagt wurde, warfen die Zuschauer*innen Münzen auf die Bühne. Doch was ist mit diesem Geld geschehen? Wurden damit Waffen gekauft, um aus dem Theater heraus real politisch einzugreifen? Regisseur Rabih Mroué geht diesen Spuren nach. 50 Jahre nach dem damaligen Konflikt erforscht Mroué am gleichen Ort (im damaligen Werkraum) die Rolle der Zuschauer*innen. Kann es überhaupt noch ein Publikum geben, wenn das Theater zur Straße wird? Verschwindet es, wenn die Bühne genutzt wird zur offenen politischen Auseinandersetzung? „Kill the Audience“ ist die dritte Arbeit von Rabih Mroué an den Münchner Kammerspielen. Nach „Ode to Joy“ (2015) feierte „Rima Kamel“ (2017) im Rahmen einer Werkschau des Künstlers an den Kammerspielen Premiere.

Mit Zeynep Bozbay, Eva Löbau Live-Musik Marja Burchard, Maasl Maier Inszenierung Rabih Mroué Ausstattung Bettina Katja Lange, Rabih Mroué Licht Charlotte Marr Musik Marja Burchard, Maasl Maier Dramaturgie Martin Valdés-Stauber

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Theaterkritiken

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