Peter Weiss Jahrbuch 16.
Hrsg. von Arnd Beise, Michael Hofmann, Martin Rector, Jochen Vogt.
St. Ingbert: Röhrig Universitätsverlag 2007.
179 Seiten, Broschur, 40 DM / 20 Euro. [ISBN 978-3-86110-430-8.]
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Peter Weiss Jahrbuch 16
Peter Weiss: Die Ästhetik des Widerstands. Hörbuch-Edition. Regie
und Bearbeitung: Karl Bruckmaier. Mit Peter Fricke, Robert
Stadlober, Rüdiger Vogler, Susanne-Marie Wrage, Hanns Zischler und
anderen. München: Der Hörverlag 2007. 12 CDs. Gesamtlaufzeit etwa
630 Minuten. 59 Euro. ISBN 978-3-86717-014-7
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Jens-Fietje Dwars: Und dennoch Hoffnung. Peter Weiss. Eine Bio
graphie. Berlin: Aufbau-Verlag 2007. 302S. 24,95 ?. ISBN 978-3-351-
02637-0
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"Die Ermittlung von Peter Weiss - Ein Stück der Sechziger Jahre in der heutigen Wertung -"
Doktorarbeit von Rosamaria Brunatelli eingereicht im ANNO ACCADEMICO 2000-2001 an der UNIVERSITA’ DEGLI STUDI DI MILANO
Hier können Sie Kontakt zur Autorin aufnehmen:
Rosamaria Brunatelli
E-Mail: rbrugnatelli@fastwebnet.it
Im März 2007 erschien „Peter Weiss' Divina Commedia-Projekt (1964-1969). "...läßt sich dies noch beschreiben" - Prozesse der Selbstverständigung und der Gesellschaftskritik“ von Yannick Müllender.
Gegenstand des Buches ist Peter Weiss' Projekt einer modernen Neuschreibung der Divina Commedia, das er von 1964 bis 1969 mit unterschiedlichen konzeptionellen Vorstellungen hartnäckig verfolgte. Im Gesamtwerk formt es einen Knotenpunkt, an dem mehrere seiner Texte ihren Ursprung finden. Die Analyse der Notizen, Skizzen und Textfragmente aus dem Komplex der Divina Commedia vermittelt ein detailliertes Bild von der weltanschaulichen und künstlerischen Beschäftigung des Emigranten mit der deutschen Vergangenheit in den 1960er Jahren. Sie verdeutlicht das für sein Schaffen typische wechselseitige Spannungsverhältnis von subjektiven und politischen Reflexionen. Zugleich dokumentiert sie die Bedeutung, welche die schöpferische Aneignung eines klassischen Textes für die Entwicklung der künstlerischen Methode hat.
Die philologische Grundlage der Untersuchung bildet eine umfangreiche Edition, die einen zentralen Bereich des Weiss-Nachlasses erschließt und zahlreiche bislang unbekannte Texte präsentiert.
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Im April 2007 erschien „Wir können keine Form erfinden, die nicht in uns vorhanden ist. Gattungsfragen, Intertextualität und Sprachkritik in ‘Abschied von den Eltern’ und ‘Fluchtpunkt’ von Peter Weiss “ von Nils Göbel.
Jeder Autor steht unter dem Einfluss einer Unzahl von Prätexten. Kein Text entsteht ohne Berufung auf vorhandene Gattungen, intertextuelle Rückbezüge oder durch die zur Niederschrift verwendete Sprache. Die Textklassifikation ‘Autobiographischer Roman’ für ‘Abschied von den Eltern’ und ‘Fluchtpunkt’ ist problematisch. Es gilt im Besonderen mit Hilfe von Philippe Lejeunes Modell des ‘Autobiographischen Paktes’ zu hinterfragen, welche Produktivität sich hinter dieser offenbaren contradictio in adjecto verbirgt. Nils Göbel hinterfragt das Modell des ‘Autobiographischen Romans’ in Bezug auf Peter Weiss. Er sucht nach Überschneidungen von Lebenslauf und poetischer Darstellung und ergründet anschließend vor allem, an welchen Stellen Weiss aus welchen inszenatorischen Gründen abwich. Bezüge zu anderen Texten stellt Göbel vor allem zu Werken Kafkas, Henry Millers und Hamsuns her. Einige der Motive in Weiss’ Texten können durch das Aufdecken der intertextuellen Bezüge in einem erweiterten Horizont der Lesarten bewertet werden. Sprache selbst ist für Weiss sowohl ein Identität stiftender Faktor als auch ein Werkzeug zur politischen Aussage. Gerade die behandelten Schriften markieren einen Wendepunkt in seinem Umgang mit Sprache. Nach ihrer Fertigung stand ein neues, wenn auch nicht völlig unkritisches Konzept einer Sprache, die befreit ist von Anklängen an die „Sprache der Folterknechte und Mörder“.
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Die Notizbuch-CD in der "Digitalen Bibliothek"
Herausgegeben von Jürgen Schutte in Zusammenarbeit mit Wiebke Amthor und Jenny Willner.
Jetzt endlich systematisch erschlossen: die maßgebliche Quelle zu Leben und Werk.
Peter Weiss (1916–1982) ist einer der bekanntesten deutschsprachigen Schriftsteller der 60er und 70er Jahre. Der Autor bedeutender Werke wie »Die Ermittlung« (1965) und »Die Ästhetik des Widerstands« (1975–1981) notierte bis zu seinem Tod im Mai 1982 regelmäßig Bemerkungen zur Zeit, zu seinem Leben und seiner Arbeit. Die Notizbücher umfassen zusammen 9.432 Seiten. Am Schnittpunkt von Leben und Werk dokumentieren sie – neben Spuren des Alltagslebens – persönliche Begegnungen, jeweils aktuelle Anstöße, Probleme und Widerstände der literarischen Produktion und zeitbezogene Reflexionen des Autors.
Mit dieser CD-ROM wird erstmals eine vollständige Transkription der handschriftlichen Notizbücher veröffentlicht. Im Vergleich dazu enthält die Ausgabe auch die vom Autor selbst veröffentlichten »Notizbücher 1960–1971« und »Notizbücher 1971–1980«, die eine stark bearbeitete Auswahl darstellen. Die CD-ROM ermöglicht eine komfortable Nutzung durch Hyperlinks, Volltextsuche, textkritische Anmerkungen, Register und beigefügte Faksimiles.
Gefördert durch: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Freie Universität Berlin, Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung, STIFTUNG PREUSSISCHE SEEHANDLUNG, AKADEMIE DER KÜNSTE Archiv
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