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CHRISTER STRÖMHOLM
LEBENSWERK UND FOTOSCHULE

Foto: Christer Strömholm
Das Lebenswerk des
berühmten schwedischen Fotografen Christer Strömholm und sein Wirken an der
Fotoschule Stockholm wird erstmalig in Deutschland gezeigt.
Die
Ausstellung will den Altmeister der skandinavischen Fotografie in Deutschland
vorstellen und bringt dazu erstmals das fotografische Gesamtwerk Christer
Strömholms (1918 - 2002) nach Berlin. Hinzu kommen bisher in Deutschland nicht
gezeigte Fotos von Lehrern und Schülern seiner Fotoschule (Fotoskolan).
Die schwedische Fotografie, hierzulande noch weitgehend unbekannt, wird so mit
einer zentralen Persönlichkeit präsentiert.
Strömholms
Bilder erzählen von der höllischen Dynamik des Lebens, existentieller
Einsamkeit, Sinnlichkeit und Tod. Oft rätselhaft und bizarr, zeugen sie
zugleich von einer großen Nähe.
"Er
ist offen für alles, was erschrecken oder verwirren könnte, offen für das
Bedrohliche. Innerhalb einer Wirklichkeit, die auch gefährlich ist, fängt er
etwas Wesentliches ein", schreibt sein Freund Peter Weiss. 1998 wurde
Strömholm mit dem Hasselblad-Award ausgezeichnet.
In
Deutschland wird Christer Strömholm hauptsächlich mit der "subjektiven
Fotografie" in Verbindung gebracht. Anfang der fünfziger Jahre war er Mitglied
bei Otto Steinerts fotoform. Sein Interesse an der Wirklichkeit aber
führte ihn bald zu anderen Themen. Ende der Fünfziger fotografierte er die
Transsexuellen von der Pariser Place Blanche, was selbst in seiner liberalen
Heimat Schweden Aufsehen erregte. Wie Nan Goldin eine Generation später fühlte
Strömholm sich hingezogen zu jenen, die von der Gesellschaft ausgestoßen wurden
oder sich bewusst für ein Leben außerhalb der Norm entschieden. "Sie setzten
sich mit ihrer eigenen Identität auseinander, und das war auch der
Ausgangspunkt meiner Arbeit." Christer Strömholm
Anfang
der sechziger Jahre übernahm Strömholm die Kurse in Bildgestaltung von dem in
Schweden lebenden Schriftsteller Peter Weiss und schuf daraus die legendäre
Fotoschule (Fotoskolan). Sie entwickelte sich zu einem
internationalen Anziehungspunkt und wurde zur Ausbildungsstätte der besten
Fotografen Skandinaviens Anders Petersen,Dawid (Björn
Dawidsson), Kenneth Gustavsson, Ulla Lemberg, Peter de Ru
und Gunnar Smoliansky haben hier studiert. Zur Ausstellung erscheint ein
Katalog.
Konzeption und Durchführung: Ann-Christine Jansson und
Gisela Kayser
Die
Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis
Willy-Brandt-Haus e.V. und der Bildverksamheten Strömholm, Stockholm,
und wird unterstützt von der Schwedischen Botschaft, dem Schwedischen
Institut, Stockholm, der Vattenfall Europe AG & Co. KG, der
Volksfürsorge Versicherungsgesellschaften, der Leica Camera AG und
der Vita Construct GmbH.
Bitte um Vorankündigung
aufgrund erhöhter Sicherheitsvorkehrungen ist der
Einlass im Willy-Brandt-Haus nur mit Personalausweis möglich.
Presseinformation: Gisela
Kayser, Tel.: 030 / 25 993 785 Willy-Brandt-Haus
Technische
Unterstützung: Verwaltungsgesellschaft
Bürohaus Berlin mbH (U-Bhf.
Hallesches Tor)
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